Die Bienenfreunde aus Minden und Umland: Bienen, Imker, Honig uvm.

Chronik

Die Chronik des Imkervereins seit 1948

Die Gründung des Imkervereins Todtenhausen fand am13.04.1948 als Zusammenschluss aus Imkern der Gemeinden Todtenhausen, Kutenhausen und Stemmer statt.

Aus den dokumentierten, zuerst unregelmäßigen, Zusammenkünften und den Jahreshauptversammlungen geht hervor, dass bereits in den Anfangsjahren, neben den Widrigkeiten der Zuckerbeschaffung, auch Schulungen und Besuche von Fachmessen sowie dem Bieneninstitut in Celle Bestandteil des Vereinslebens waren. Fast jährlich fanden Ausflüge u. a. an den Rhein, in die Heide, an die Oberweser etc. in Kooperation mit dem Imkerverein Uchte statt.

Auch wurden die Ehefrauen in das Vereinsleben mit einbezogen und bis Ende der 70iger Jahre zu den Jahreshauptversammlungen eingeladen, teilweise mit anschließendem gemütlichen Beisammensein und Tanz.

Ebenso gab es seit Gründung des Vereins einen Obmann für das Zuchtwesen, wodurch die Bedeutung einer ertragreichen Imkerei unterstrichen wurde. Um die Imkerei erfolgreich zu betreiben, wurde neben der fachlichen Diskussion auf sonntäglichen zwanglosen Zusammenkünften die Wissensaneignung durch die Einrichtung einer vereinsinternen Leihbücherei unterstützt.

Bereits 1953 wurde an die Stadt Minden der Wunsch herangetragen, dass bei Straßenbepflanzungen zur Verbesserung der Bienenweide entsprechende Pflanzen Verwendung finden sollten. Heutzutage findet man diese Anregung in der Diskussion der Blühstreifen wieder. Ebenso ist den Sitzungsprotokollen zu entnehmen, dass Bienenkrankheiten (ansteckende Tracheenmilbenseuche, Nosema) immer wieder Thema waren und vor dem Einschleppen dieser Krankheiten durch Zukäufe gewarnt wurde.

1959 wurde die Belegstelle im Heisterholz, die bereits vor dem Krieg vorhanden war, von den Vereinsmitgliedern wieder hergerichtet und betrieben. Einhergehend damit waren Schulungen zur Königinnenzucht. Aufgrund zurückgehender Nutzung in den 80iger Jahren wurde diese 1998 abgebaut.

In den Versammlungen wurden auch immer wieder die unterschiedlichen Beutensysteme besprochen. So wurde die Schmidt’sche Großraumbeute und eine von Imker Wilhelm Meisolle entwickelte Beute diskutiert.

Besondere Erwähnung in den Berichten fand auch die Beteiligung an Kreishonigschauen, die bei Maranka stattfanden. Dazu wurden die ausstellenden Imker zuvor im Verein ausgewählt.

1966 fand die erste große Wanderung in die Rapstracht nach Hinrichsdorf auf Fehmarn statt. Einhergehend mit der größer werdenden Teilnahme an der Fehmarn Wanderung, ging die Wanderung in die Heidetracht zurück.Aufgrund des zunehmenden Rapsanbaus in der heimischen Region, wurden die vereinsintern organisierten Wanderungen Ende der 80iger Jahre eingestellt. So wanderte 1990 nur noch ein Vereinsmitglied in Eigenregie nach Fehmarn.

Die Verbundenheit mit den anderen ortsansässigen Vereinen dokumentiert sich in der Teilnahme am Blumenkorso im Jahre 1969 sowie der Mitgliedschaft im Heimatverein Kutenhausen.

1979 wurde erstmals bei einen Mitglied des Imkervereins der Befall mit der Varroamilbe festgestellt. Dies hatte, nach der zu dem Zeitpunkt gültigen Seuchenverordnung, das Abschwefeln der Völker sowie die Festlegung eines Beobachtungsgebiets zur Folge.

Seit vielen Jahren wird das Vereinsleben durch die Einführung einer Adventsfeier in den Räumen des Heimatvereins Kutenhausen bereichert.

Der erste Faulbrutfall unter den Vereinsmitgliedern trat 1993 auf. Im gleichen Jahr wurde durch den Anbau als Gründünger die Phacelia als neue Trachtquelle hinzugewonnen.

Auf der Ausstellung „Stadt, Land, Fluss“ auf Kanzler’s Weide waren die Imker des Vereins an dem Informationsstand des Kreisimkervereins ab 1998 aktiv. Auch bei den vom Kreis Minden Lübbecke veranstalteten Land-Art-Festivals beteiligte sich der Imkerverein mit Informationsständen.

Ab 2003? wurde der Termin für die Zusammenkünfte der Imker zum Erfahrungsaustausch auf den 4ten Freitag eines jeden Monats festgelegt. In den Jahren davor fanden die Versammlungen eher unregelmäßig statt und wurden von Versammlung zu Versammlung neu vereinbart.Seit Gründung des Vereins fanden die Versammlungen bis zur Schließung in der Gaststätte Meyer (Zahs) statt. Nach Zwischenlösungen in den Gaststätten Grasshoff und Uphoff werden mittlerweile seit mehreren Jahren die Seminarräume des Umweltzentrums Gut Nordholz genutzt.

Die künstliche Besamung auf Eigeninitiative von Vereinsmitgliedern wurde in den Protokollen erstmals 2007 besonders erwähnt. Diese Möglichkeit der Bienenzucht ist bis heute Bestandteil der imkerlichen Tätigkeit einiger Vereinskollegen.

2013 wurde vom Umweltamt des Kreises Minden-Lübbecke die Idee der Errichtung eines Bienenhauses auf dem Gelände des Umweltzentrums Gut Nordholz an den Kreisimkerverein herangetragen. Nachdem der Imkerverein Todtenhausen sich für den Betrieb des Bienenhauses bereit erklärt hatte, konnte unter Beteiligung des Landrats Dr. Niermann im September 2017 die offizielle Einweihung gefeiert werden. Für interessierte Gruppen und Schulklassen besteht nun die Möglichkeit, sich das Treiben im Bienenstock anzuschauen.

Aus den Standbesichtigungen innerhalb des Imkervereins, die mit einem gemütlichen Beisammensein verbunden wurden, entwickelte sich nach und nach das Sommerfest, das seit 2015 aufgrund der steigenden Teilnehmeranzahl in das Heimathaus Kutenhausen verlagert wurde. Das Sommerfest sowie das Adventkaffeetrinken finden immer mit den Partnern der Vereinsmitglieder statt.

In den Anfangsjahren bestand der Imkerverein Todtenhausen aus ca. 40 Mitgliedern. Die Mitgliederanzahl ging mit leichten Ausschlägen bis 2010 auf 18 Mitglieder zurück. Erfreulicherweise drehte dieser Trend aber in eine positive Richtung, sodass der Verein aktuell 53 Mitglieder zählt. Seit der Vereinsgründung im Jahre 1948 gab es in den 70 Jahren lediglich 7 Vereinsvorsitzende, wobei Ferdinand Müller den Verein von 1976 bis 2013, also insgesamt 37 Jahre, führte.

Im März 2018 wurde mit der Freischaltung der Internetseite www.Bienenfeunde-Minden.de der Zugang zu komprimierten Informationen rund um die Imkerei und die Insektenwelt für Vereinsmitglieder und Interessierte geschaffen.

Im September 2018 wurde der Verein in Bienenfreunde Minden-Nordholz e.V. umbenannt und eingetragen.